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1925 wurde die Firma Shure von Sidney N. Shure in einem kleinen Büro in Dontown Chigago unter dem Namen „Shure Radio Company “ gegründet. Es wurden Radiobausätze vertrieben. Drei Jahre später holte Sidney N. Shure seinen Bruder Samuel in die Firma, welche sich ab dort „Shure Brothers Company “ nannte. Das Unternehmen wuchs innerhalb weniger Jahre auf 75 Mitarbeiter, da der Vertrieb so gut lief. 1930 verließ Samuel Shure die Firma schon wieder aufgrund der damaligen, allgemeinen wirtschaftlichen Depression, doch das Wort „Brothers“ blieb bis zur Umbenennung des Unternehmens im Jahre 1999 in „Shure Incorporated“ Bestandteil im Firmennamen.
Die junge Firma wurde durch den Zusammenbruch von Wirtschaft und Börse und das Aufkommen fertig montierter Radioempfänger auf eine harte Probe gestellt. Ein großer Teil der Mitarbeiter musste entlassen werden, das Geschäft kam zum Erliegen. Dann änderte Sidney N. Shure sein Firmenkonzept. Statt Radiobausätze zu vertreiben wurden nun erfolgreich Mikrofone entwickelt und hergestellt. Mit dem 33N Two- Button kommt 1932 das erste Shure Mikrofon auf den Markt. Ein Jahr später folgt mit dem Modell 40D das erste Kondensatormikrofon. Das Unternehmen versuchte sich in der Entwicklung neuer Technologien und stellte 1935 mit dem Modell 70 das erste Kristallmikrofon vor. Shure produzierte im zweiten Weltkrieg für verschiedene Zwecke in der US- Armee Feldmikrofone, Sauerstoffmasken und sonstige Abhöranlagen.
1952 kam das Modell 300 auf den Markt, ein Bändchenmikrofon, welches das Frequenzspektrum der Aufnahme wesentlich erweitern sollte. Diese Technologie wird heute vor allem in der Produktion von Studiolautsprechern genutzt. 1965 erschien das Shure SM57, ein dynamisches Mikrofon. Ein Jahr später das Modell Shure SM58, das bis heute für Live-Shows verwendet wird, obwohl es ursprünglich als Studiomikrofon entwickelt wurde.
Das Shure SM 58 gehört seit Jahren zu den weltweit meistgekauften Mikrofonen. Jeder Musiker hat das SM 58 schon auf der Bühne eingesetzt. Allerdings gibt es mittlerweile auch sehr viele Kopien, die dem SM 58 täuschend ähnlich sehen. Aber auch das SM 57 wurde in großen Stückzahlen weltweit vermarktet und gehört nach wie vor zu den Top-Sellern.
Shure stellt 1997 das PSM600, ein In-Ear-Monitoringsystem vor. Auch hier ist Shure auf dem Musikermarkt wieder sehr erfolgreich, denn In Ear-Systeme erfreuen sich neuerdings sehr großer Beliebtheit und lösen immer mehr die Flormonitore ab. 2003 erhält Shure den technischen Grammy der National Academy of the Recording Arts and Sciences für seine Entwicklungen im Feld der Audiotechnik.
Der Name Shure erhielt auch durch die Fertigung einer großen Palette von Tonabnehmern für Plattenspieler ab 1937 weltweit einen hohen Bekanntheitsgrad. 1958 lief die Produktion von Tonabnehmern zur Wiedergabe von Stereo-Schallplatten an. An der Spitze der elektromagnetischen HiFi-Tonabnehmersystemen aus dem Hause Shure stand seit 1964 das unter anspruchsvollen Musikliebhabern geschätzte V15, welches bis 1997 in Schritten (bezeichnet durch die römischen Ziffern II-V) technisch verbessert wurde. Ende der 80`s verringerte sich die Nachfrage nach Tonabnehmersystemen und damit stagnierte auch das OEM-Geschäft. Shure zog ernsthaft in Betracht, sich vom Phono-Markt zurückzuziehen. 1995 überarbeitete Shure jedoch unter einem neuen Phono-Management seine Phono-Produkte und Fertigungsverfahren. Dadurch wurde es möglich, bedeutend kleinere Mengen zu erzeugen, die gewohnten Qualitätsstandards zu einem akzeptablen Marktpreis aufrecht zu erhalten und zuverlässige Lieferanten ausfindig zu machen.

