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Kontrabässe

Der Kontrabass

Er ist der größte und tiefste Vertreter der Streichinstrumente und ein wahrhaft kraftvolles Instrument. Der Kontrabass, oder auch Bassgeige genannt, bildet mit seinem voluminösen Korpus und seiner tiefen Stimmung traditionell das Bass-Fundament in der Streichersektion des Sinfonieorchesters und ist aus den Bereichen des Jazz, Rock 'n' Roll und Rockabilly nicht mehr wegzudenken. Hierbei entpuppt sich der Kontrabass als ein äußerst vielseitiges Instrument mit großer Klangpalette, welcher mit dem Bogen gestrichen expressive und lang stehende Töne erzeugt, oder in modernen Stilrichtung gerne im Pizzicato-Stil gezupft schnelle Walking Bass Läufe und Soli problemlos umsetzt. Auch kann er durch Slappen der Saite im Rockabilly-Stil sogar als Teil der Rhythmus-Sektion mitspielen und das Bindeglied zwischen Schlagzeug und Melodieinstrumenten darstellen.

Geschichte des Kontrabass

Der Kontrabass kann in seiner speziellen Gattung auf einige Vorfahren zurückblicken, welche ihre Ursprünge knapp vier Jahrhunderte zurückdatieren können. So lässt sich der historische Violone nennen, welche schon zu Zeiten Johann Sebastian Bachs häufig als tiefstes Streichinstrument in Ensembles verwendet wurde. Zur Zeit des Barock war der Violone sowohl in seiner geigentypischen Violinform mit vier Saiten und bundlosem Griffbrett als auch als Vertreter der Gambenfamilie mit bundiertem Griffbrett und fünf oder sechs Saiten in unterschiedlichsten Stimmungen in Verwendung. Über das Zeitalter der Wiener Klassik und die Romantik fand der Kontrabass schließlich seine heute bekannte Bauform mit vier und wahlweise auch fünf Saiten. Da die Konstruktion des Kontrabass nach wie vor sowohl Merkmale der Violinen- als auch Gambenfamilie vereint, lässt er sich keiner der beiden Gattungen eindeutig zuordnen.

Wie ist ein Kontrabass aufgebaut?

Obwohl der Kontrabass zunächst wie eine enorm große Geige aussieht und viele konstruktionstechnische Details mit ihr teilt, unterscheidet er sich von den üblichen Streichinstrumenten in einigen mehr oder minder auffälligen Merkmalen. Zunächst verfügt der Korpus des Kontrabass über flachere Schultern, welche die Bauweise der historischen Gamben widerspiegelt. Auch die Stimmung des Instruments erfolgt nicht über die typischen Stimmwirbel aus Ebenholz, welche bei Geigen, Bratschen und Celli in die Wirbelkästen gesteckt und per Haftreibung die Stimmung halten. Der Kontrabass benötigt in der Regel robuste Stimmmechaniken mit Schneckengetriebe, die den hohen Saitenzug des Instruments besser halten und von der Funktionsweise her an Stimmmechaniken der Konzertgitarre erinnern. Den anderen heute vertretenen Streichinstrumenten gemein hat er allerdings seinen dreiteiligen Korpusaufbau aus Decke, Zargenkranz und Boden, ein nicht bundiertes Griffbrett aus Ebenholz und die charakteristische Schnecke am oberen Teil des Halses.

Neben der akustischen Bauweise existieren natürlich viele sogenannte elektrische Kontrabässe, die nicht auf den enormen akustischen Klangkorpus, sondern auf die Tonwandlung per Piezo-Tonabnehmer setzen. Diese Instrumente deuten die ursprüngliche Korpusform anhand eines aufsteckbaren Kunststoffrahmens nur noch an, oder lassen diese sogar ganz weg, um das Instrument auf seine wesentlichen Bestandteile zu reduzieren und somit den Transport des Instruments ungemein zu vereinfachen. Elektrische Kontrabässe können quasi über jeden handelsüblichen Akustik-Verstärker, über PA-Anlagen bei Bühnenauftritten oder über Kopfhörer zum lautlosen Üben wiedergeben und sogar mit Effektgeräten bearbeitet werden, was sie zu unglaublich vielseitig einsetzbaren Instrumenten macht. Die wohl berühmtesten Vertreter des E-Kontrabass sind hier in jedem Fall Yamaha mit den SLB Silent Bass Modellen und Ned Steinbergers NS Design WAV- und NXT-Serien.

Wie ist ein Kontrabass gestimmt?

Im Laufe der Zeit verwendete der Kontrabass viele verschiedene Stimmungen, durchgesetzt hat sich bis heute jedoch in den meisten Fällen die im Abstand von Quarten gestimmte Konzertstimmung E-A-D-G. Im Gegensatz zur Violine, der Bratsche und dem Cello sind die Tonabstände zwischen den einzelnen Saiten also kleiner, da der Spieler mit seiner Greifhand aufgrund der größeren Mensur weniger Töne auf einer Saite bedienen kann und so im Spiel in einer Lage auf dem Griffbrett durch den Wechsel auf die nächsthöhere Saite trotzdem alle Töne erreichen kann. Da seine Stimmung die Töne der äußerst tiefen Kontra-Oktave erreicht, wird übrigens schnell verständlich, woher der Kontrabass seinen Namen hat.

Welche Kontrabass-Größe ist die richtige für mich?

Obwohl der Kontrabass zuweilen als äußerst großes und schwer zu bedienendes Instrument erscheint, muss der Spieler nicht zwingend selbst groß gewachsen sein. Selbst Kinder und Jugendliche können mit kleineren Bauformen ab der 1/8-Größe mit 80 cm Mensur den Kontrabass problemlos erlernen. Über den Viertel- und Halbbass stehen ebenfalls eine Vielzahl an Zwischengrößen für jedes Alter und jede Körpergröße zur Verfügung. Lediglich die volle 4/4-Größe kann zwar den vollsten Ton erzeugen, ist allerdings selbst für erwachsene Spieler äußerst schwer zu spielen. Daher ist auch unter ausgewachsenen Bassisten die 3/4-Größe mit angenehm spielbarer Mensur und durchaus kräftigem Klang heutzutage die gebräuchlichste.

Für jeden Interessierten, sowie angehenden und auch fortgeschrittenen Kontrabassisten bieten wir eine Auswahl vollständiger Sets inklusive Bogen und Tasche in verschiedensten Größen, um Spielern jedes Alters und jeder Körpergröße den gelungenen Einstieg in die Welt des Kontrabass zu vereinfachen!