Stereo Sample-Player und mehr
Mit dem Citadel Wave Bard stellt Bastl Instruments die Eurorack-Version des experimentellen, patchbaren Mini-Samplers Kastle 2 Wave Bard vor. Anstelle der dünnen Pin-Stecker verfügt das Modul über 32 Ein- und Ausgänge für Audio, CV, Gate, Clock und MIDI. Auf den ersten Blick finden sich sämtliche, für Sampler typische Parameter, wie man sie von ausgewachsenen Geräten kennt. Die Samples sind in Bänken organisiert und können mit den Reglern, den Steuerspannungen des Pattern Generators und des LFOs ausgewählt, sequenziert und manipuliert werden.
Ab Werk kommt der Citadel Wave Bard mit sechs geladenen Bänken die jeweils acht Samples enthalten. Die Auswahl der Samples erfolgt via Drehregler oder wird per Steuerspannung animiert. Eigene Samples, neue Pattern und sogar die Tonskalen zum melodisch quantisierten Abspielen der Samples lassen sich mit dem webbasierten Wave Bard Sample Loader entsprechend austauschen und ergänzen. Die Sample-Zeit wird mit 89 Sekunden in Mono und 44 Sekunden in Stereo bei 16 Bit / 44kHz angegeben. Die Effektsektion deckt mit Filter, Delay und Chorus/Flanger alles ab was in diesem doch eher experimentellen Kontext den Sounds zum Vorteil ist. Das Highlight ist jedoch, das man mit den Patchkabeln Interaktionen zwischen Funktionen erzeugen kann, die man mit klassischen Samplern kaum bis gar nicht realisieren kann. Eine Hüllkurve und der LFO mit zwei Wellenformen sorgen zusätzlich für eine ganze Menge Bewegung im Klanggeschehen; sogar an die Option das ausgewählte Sample rückwärts abzuspielen, wurde gedacht. Der Citadel Wave Bard ist wild und spielt zu gerne sein eigenes Lied, auf das man vollumfänglich einwirken kann.
Das Modul ist mit einer umkehrbaren Frontplatte ausgestattet, auf der sich auf der einen Seite WAVE BARD und auf der anderen Seite FX WIZARD befindet. Ein passendes Werkzeug für den Vorgang wird mitgeliefert. Über den USB-Anschluss kann man aktuelle und zukünftige Firmwares und Updates für Citadel/Kastle 2 laden und ausprobieren.