Wie die anderen Reflexion Filter von SE electronics verfügt auch der RF-X über die vom
Der Reflexion Filter X von SE Electronics soll Mikrofon-Aufnahmen durch "Abfangen und Herausfiltern" von störenden Reflexionen/Echos verbessern. Mittlerweile gibt es ja einen ganzen Batzen solcher Filter von versch. Herstellern in unterschiedlichsten Grössen auf dem Markt. SE Electronics waren vor ein paar Jahren die Ersten, die mit solch einem "Ding" auf den Markt kamen und der Reflexion Filter X soll die neueste Weiterentwicklung der großen Reflexion Filter sein.
Er ist sehr leicht (und damit auch gut zu tragen) und mit wenigen, großen Schrauben zu installieren. Der Schirm lässt sich noch zusätzlich in der Höhe verstellen, ebenso wie man justieren kann, wie tief in den Filter hinein man das Mikrofon platzieren möchte. Wer lieber mit hängendem Mikro arbeitet, kann dies hier auch recht leicht umsetzen.
Taugt er denn nun was? Bauart-bedingt schirmt er natürlich nur Reflexionen von hinten und seitlich-hinten ab - alles was hinter und über dem Sprecher und Sänger passiert, dringt natürlich ungebremst ins Mikro (hier muss dann auf andere Weise für Absorption gesorgt werden). Generell erhält man ein wesentlich trockeneres Signal, je weiter hinein man das Mikro in den Halbschirm schiebt, doch ziemlich schnell kann dies dann auch muffig klingen (da dann stark die Höhen und oberen Mitten, aber nicht der Bass gedämpft werden). Hier ist also etwas experimentieren mit der idealen Mikro-Position gefragt - empfohlen wird meist, das Mikro genau am Rand zu positionieren.
Auf der Website von SE Electronics gibt es auch einen recht hilfreichen Ratgeber zu den Basics und der Aufstellung.
Zwei Nachteile hat das Teil: der Filter ist steif und nicht zusammenklappbar (wie dies bei anderen der Fall ist). Wenn man ihn verstauen möchte, muss man also immer Platz für diesen vollen Halbschirm haben. Bei Mikros, wo das XLR-Kabel unten eingesteckt wird, stört immer ein bisschen die Justierstange, nicht schlimm, aber doch etwas ärgerlich. Eher längliche Mikros, die in der Horizontalen angebracht werden (die üblichen Broadcaster-Mikros wie SMb7) sind eigentlich zu lang für die schmale Tiefe des Schirms, um diese also halbwegs in den Schirm hineinzubekommen, braucht man ein abgeknicktes Winkel-XLR-Kabel.
Ein großer Vorteil noch zum Schluss: auf Grund des geringen Gewichts tut es auch ein Micro-Ständer mit kleinen Füssen, bei größeren und schwereren Reflexionsfilter-Modellen versch. Hersteller, zwingt einen das Eigengewicht dieser Teile zu einem Mikroständer mit langen Füßen (und einer richtigen Platzierung und evtl. Beschwerung der Füße, sonst kippt das Teil mitten in der Session um). Die Probleme gibts hier nicht
Für die Homerecordings während des Lockdowns genau das richtige. Tut was es soll. Die Qualität der Aufnahmen steigt dadurch merklich an. Gut verarbeitet, macht nen stabilen Eindruck.
Man muss halt wissen, wofür man solch einen Filter benötigt. Bei uns soll der tatsächlich Raumhall usw. um den vorderen Bereich des Mikros wegnehmen - und das tut er auch. Klar: Von oben kann noch etwas von der Decke an Reflexion reingestreut werden, da haben wir aber ein Absorbersegel. Richtig auch der Einwand, dass die durch den Filter abgeschirmten Richtungen ja die Seiten eines Mikrofons betreffen, die ohnehin eher wenig Schall aufnehmen (bei meiner Superniere allerdings schon noch genug...) und dass die Haupteinsprechrichtung ja ungeschützt bleibe. Ist also schon sinnvoll, hinter dem Vokalisten noch Absorber o.ä. zu platzieren, um von dort keinen Hall einstreubar zu haben. Ggf. reicht da ja auch ne Matratze oder ein Federbett an der Wand. Generell tut der Filter aber durchaus das, was ich erwartet habe - nur eben erst im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen.
Hilft deutlich dabei, die Raumrefklektionen zu verringern; trotzdem muss man sein Mikro im Filter ein wenig anpassen, um den optimalen Klang zu bekommen.
Komplett zufrieden :)