Die MPC Sample von Akai Professional ist an den klassischen MPCs der späten 90er und früher 2000er angelehnt, die primär nur Sampling und Sequenzing beherrschten. Das kompakte Modell vereint einen guten Teil des Oldschool-Workflows mit aktuellen und modernen Features. Im Vergleich zu den großen MPC Modellen -ganz gleich ob die aktuellen oder die der letzten Jahre- fällt direkt die flache Struktur auf. Untermenüs halten sich in Grenzen, sämtliche Einstellungen gelingen schnell am 2,4" Farbdisplay und dazu eine intuitive Bedienung bei kurzer Lernkurve. Mit einem geringen Gewicht von rund 900 Gramm, bis zu 5 Stunden Akkubetrieb, eingebauten Mikrofon und dem integrierten Lautsprecher legt Akai den Fokus auf Kompaktheit und Mobilität. Ab Werk kommt die MPC Sample mit über 100 Drum Kitsum direkt loslegen zu können und sich mit den Möglichkeiten des Samplers vertraut zu machen; dazu kommen noch dutzende vorproduzierte Projekte zum Ausprobieren.
Sampeln wie es gerade passt
Neben den bereits enthaltenen Samples kann man neues Material von der (separat erhältlichen) MicroSD Karte laden oder vom eingebauten Mikrofon, dem Audioeingang oder über USB sampeln. Über USB-C kann man direkt vom Smartphone sampeln, Audio in eine DAW übertragen und/oder direkt aus der DAW sampeln. Resampling wird auch angeboten um mit Effekten bearbeitete Samples als neue Datei zu speichern. Die Speicherstruktur ist übrigens Projekt-basiert, je Projekt lassen sich jeweils 128 Samples und 128 Pattern speichern, für die Anzahl der Projekte gibt es keine Limitierung.
Typisch MPC!
Wie gewohnt werden die Samples mit 16 anschlagdynamischen RGB Pads getriggert. Die Pad-Bänke sind von A-H umschaltbar wodurch sich 128 Samples im Direktzuggriff befinden. MPC-typische Pad-Modi wie Tune, Velocity, Filter, Reverse und Note Repeat beherrscht die MPC Sample ebenfalls. Unerlässlich in einer MPC sind Sample Chopping (einen Loop in taktgenaue Stückchen zerlegen) und Timestreching / RePitch in Echtzeit! Der MIDI Sequenzer wird in gewohnter MPC-Manier mit und ohne „Human Feel“ in Echtzeit eingetrommelt.
Effekte in Hülle und Fülle
In Punkto Effekte hat Akai der MPC Sample einiges mit auf den Weg gegeben. Mit KNOB FX und den drei Reglern unter dem Display wählt man einen Effekt aus, der auf ein einzelnes Sample oder die Summe angewendet wird. PAD FX bedient sich aus einem Pool mit 60 Effekten; 16 Effekte sind zugleich über die Pads spielbar. Das fühlt sich sehr intuitiv an und man kann sich abwechslungsreiche Breaks per Tastendruck selbst zusammenstellen. FLEX BEAT enthält 16 rhythmische Effekte, die vor allem Producer mit DJ-Background ansprechen dürften. Scratches, rückwärts abspielen, Gater/Tremolo, Turntable ausschalten und andere wilde Kombinationen lassen sich als OneShot oder Loop auf die Stereosumme anwenden.
Anschlüsse
Die Rückseite mit den Anschlüssen ist überschaubar gehalten. Geboten wird USB-C für Daten, MIDI und Audio, ein regelbarer Stereo Eingang, ein Stereo Ausgang, MIDI In & Out via (separat erhältlichen) TRS-Adaptern, Sync Out für analogeClock und ein Kopfhörerausgang.
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