Der Electro Harmonix Hum Debugger ist die Geheimwaffe gegen störende Nebengeräusche im Signal. Hierbei präsentiert sich der Hum Debugger weder als klassisches
mit dem ehx hum debugger konnte ich tatsächlich den unerwünschten hum aus meinem setup vertreiben. allerdings nicht in der normal position, da war gar kein unterschied da, sondern nur im strong modus.
hier ist auch eine (leichte) änderung des sounds hörbar, es klingt etwas steriler als ohne, was aber bei verzerrten sounds auch nicht weiter auffällt.
wie das pedal arbeitet weiss ich nicht genau, aber ich nehme an, dass er spezifische, typische hum frequenzen einfach rausfiltert - und im strong modus auch die dazugehörigen obertöne, was eben die soundbeeinflussung ausmacht.
trotzdem eine klare kaufempfehlung an alle hum-geplagten strat spieler, wie ich es bin.
I’m a professional jazz guitarist and use an archtop with a noisy charlie christian pickup. The hum debugger is incredible. It is a noise cancelling pedal (like the ones in noise cancelling headphones) and it removes all the hum with (mostly) no audio artifacts. The only instance where I notice artifacts is when I ghost strum the muted strings. Besides that, all other ways of playing jazz are very natural sounding. The pedal has a normal and strong mode, but for me only the normal was necessary thus far. The strong only seems to increase the effectiveness of the cancelling in ridiculously noise environments (like putting the pickup 25 centimetres away from a transformer for example). You must use the provided transformer though because the pedal feeds on AC.
Vor meiner Wohnung befindet sich eine Trafostation bzw. mit der Straßenbahn-Infrastruktur gekoppelte Leistungselektronik, die offenbar starke magnetische Streufelder erzeugt. Das schlägt sich leider auf unsere sensiblen Magnetfeldsensoren namens Tonabnehmer nieder und produziert ein mal mehr, mal weniger konstantes harmonisches Fiepen, welches sich aus einer besonders lauten Frequenzkomponente bei 300 Hz und seinen geradzahligen Vielfachen bis hoch zu 14400 Hz zusammensetzt – ein Spektrum, das konsistent ist mit den Harmonischen der 6-Pulsgleichrichtung von Drehstrom. In geringerem Maße sind auch die ungeradzahligen Vielfachen von 50 Hz vertreten.
Diese Einkopplung lässt sich nicht vermeiden – außer man plant ernsthaft, seine Wohnung bzw. sein Studio mithilfe hochpermeabler Materialien wie Mu-Metall magnetisch abzuschirmen... und selbst damit wird's schwierig. Herausfiltern lässt sich das nur schwerlich, außer man möchte sein Gitarrensignal mit Notchfiltern bei jeder harmonischen Störkomponente durchlöchern... was ich nicht empfehlen kann: das klingt wie ein fixiertes Wah und schafft es nicht die Schwankungen im Störsignal adäquat abzufangen. Multi-Band Noise Gates helfen auch nicht mehr, wenn das Störgeräusch so laut ist, dass es selbst bei offenem Gate hörbar bleibt.
Das einzige Gerät, was mir hier helfen konnte, war der Electro Harmonix Hum Debugger! Er folgt der Netzspannung, analysiert das momentane Störgeräusch, filtert es adaptiv und addiert es phaseninvertiert wieder dem Originalsignal hinzu – in etwa so, wie Active Noise Cancellation auch arbeitet.
Und dann: ENDLICH STILLE! Herrlich. Vor allem cleane Sounds und dynamisches Spiel profitieren immens von der zurückgewonnenen Klarheit. Man kann sich endlich wieder an seinem Sound erfreuen und das macht glücklich. Bei mir hat nur der „Strong“-Modus mein Problem gänzlich lösen können; zusätzlich zu den ungeradzahligen Obertönen des Störsignals, welche im „Normal“-Modus herausgefiltert werden, filtert dieser auch die geradzahligen Obertöne heraus – meine lautesten Störfrequenzen.
Ganz ohne unerwünschte Nebeneffekte lässt sich dieser elegante Kniff der Audiosignalverarbeitung aber nun einmal nicht umsetzen. Das Pedal produziert hörbare Artefakte, die klingen wie Kammfiltereffekte bzw. Flatterechos, und damit Phasenverschiebungen und eine leichte Verschmierung der Transienten. Im cleanen Spiel ist das tatsächlich kaum auffällig, da diese Artefakte sehr leise sind und psychoakustisch gut maskiert werden. Schlimm wird es bei anschließender Verzerrung: jetzt werden die vorher leisen Artefakte so verstärkt und in der Dynamik komprimiert, dass sie deutlich mit dem verzerrten Gitarrensignal interferieren. Besonders problematisch sind a) Noten auf den hohen Saiten/Lagen da dort Frequenzmodulationen, Schwebungen, Phasenverschiebungen und Mikrodelays stärker hörbar sind als in den tiefen Lagen, und b) Vibrato, da es die Frequenz, Obertonstruktur und zeitliche Beziehung zum adaptiven Filteralgorithmus moduliert.
Aber es gibt eine Lösung! Auch, wenn empfohlen wird, den Hum Debugger für die beste Rauschunterdrückung immer als erstes in der Effektkette zu verwenden, funktioniert er ebenfalls gut nach Verzerrung bzw. nach der Vorstufe im Einschleifweg – und man vermeidet so die grässliche Verstärkung der Artefakte und die resultierenden Intermodulationen. Es bleibt ein kleiner Double-Tracking-Effekt und eine kleine Spektrumsänderung – aber das ist so minimal, dass es mich wirklich nicht stört. Damit habe ich meine schlussendliche Lösung gefunden!
Es gibt quasi keine Konkurrenz zu diesem Pedal; das einzige Gerät, was ähnliches vermag zu leisten, ist der ISP Technologies EXTRACTOR + DECIMATOR G – für stolze 669€ Straßenpreis.
Ein wirklich großes Dankeschön an EHX, die mit dieser kleinen Wunderkiste einen Problemlöser erfunden haben, der mir die Freude am Gitarrenspiel zurückbringen konnte!