Mit dem Theremin erweitert Stylophone seine Gadget-Instrumente um einen Theremin Synthesizer, der einen eigenen Weg beschreitet. Die längste Zeit war der Theremin Synthesizer das einzige, berührungslos spielbare, elektronische Musikinstrument. Seine Historie reicht bis ins Jahr 1920 zurück, wo es von dem Russen Lev Termen erstmalig in den USA vorgestellte und ab den 1960er Jahren von Synthesizer-Pionier Bob Moog stetig weiterentwickelt wurde. Mit dieser Tradition bricht das Stylophone Theremin ein Stück weit, denn es will und muss zumindest teilweise von Hand gespielt werden. Die Steuerung der Tonhöhe kann wie seit über 100 Jahren berührungslos mit der Antenne erfolgen und/oder mit dem Schieberegler, der Noten im Bereich von knapp zwei Oktaven anpeilt. Anstelle einer zweiten Antenne zur Steuerung der Lautstärke gibt es wahlweise einen Drone-Mode oder man betätigt den großen Trigger-Tasterum eine Decay-Hüllkurve mit nachgeschaltetem VCA auszulösen. Die analoge Klangerzeugung besteht aus zwei Oszillatoren, die unabhängig voneinander in der Tonhöhe einstellbar sind. Für Oszillator Orange ist die Wellenform zwischen Sinus und Rechteck umschaltbar. Per Schalter wählt man aus, ob einer oder beide Oszillatoren mit der Antenne gespielt werden, zudem ist eine zweistufige Modulation zwischen den Oszillatoren implementiert, die für metallische FM Sounds sorgt. Allein dieses Feature ist eine richtig coole Erweiterung der Klangpalette, die es so noch nie in einem Theremin gegeben hat. Natürlich sind auch Effekte an Bord! Zum einen ist ein simpler, aber effektiver Vibrato-Effekt zuschaltbar, zum anderen ist ein Delay Effekt enthalten, der in Zeit, Mischverhältnis und Feedback regelbar ist. Das Gehäuse hat den Charme eines alten Laborgeräts, ein Lautsprecher ist darin verbaut und es kann auf einem Standard-Mikrofonstativ montiert werden. Anstelle des Lautsprechers kann das Instrument über den Line- oder Kopfhörer-Ausgang mit der Außenwelt verbunden werden.
Introducing the new Stylophone Pitch Theremin
Stylophone Theremin play through
The Metamorph - Stylophone Theremin plays Galaxy One
Auch wenn die russischen Futuristen bereits vor 100 Jahren damit anfingen, sprengt das Dübreq auch heute noch jede dagewesene Tastatur-Einbahnstrasse. Man fühlt sich direkt in die ostige Scifi-Welt der FKK-Mangelwirtschaft versetzt. Eine großartige Ergänzung des Modulbretts.
Wenn man es als vollwertiges Musikinstrument benutzen will, muß man ganz schön viel üben, bevor "schöne" Musik rauskommt. Aber auch wenn man nichts kann (wie ich) ist es eine unglaublich coole Noise-Machine!!! Wer neue Sounds sucht, die nicht zwingend zum kommerziellen Erfolg führen müssen, oder einem Song die notwendige exotische Würze geben will, hat auf jeden Fall ne Menge Spaß! Sogar St. Vincent benutzte es letztens auf der Bühne für ein paar krasse Effekte!
Sound
Features
Bedienung
Verarbeitung
Preis/Leistung
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