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PA Lautsprecher

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Wissenswertes über PA-Lautsprecher

PA-Lautsprecher gehören zur Beschallungsanlage wie Saiten zur Gitarre. Aber welche Boxen brauche ich in welcher Situation – und worauf ist grundsätzlich zu achten? Hier kommt die kompakte Antwort.

1. Aktive und passive Lautsprecher

PA-Lautsprecher – Tops, Subwoofer und Monitore – gibt es aktiv und passiv. Hauptunterschied: Aktivlautsprecher besitzen eine eingebaute Endstufe, Passivlautsprecher benötigen eine externe Endstufe (oder Power-Mixer). Das spart oftmals Schlepperei; moderne Amp-Module sind zudem sehr leicht. Aktive Modelle bieten häufig DSP (Digital-Signal-Prozessor) und Optionen zur Klanggestaltung (Effekte).

Vorteile aktiver PA-Lautsprecher:

  • Kompakt: Endstufe bereits integriert
  • Einfache Handhabung: Amp und Speaker sind ab Werk optimal aufeinander abgestimmt
  • Gleichmäßige Leistungs­verteilung: jede Box mit eigener Endstufe (ideal bei Tops + Subs)
  • Kein Rechnen mit Gesamtimpedanzen beim Durchschleifen mehrerer Boxen
Aktiver 15-Zoll-Lautsprecher
Aktiver 15″-Lautsprecher: Fame Audio Challenger 15A

Die Bedienelemente aktiver Lautsprecher befinden sich am Gehäuse – steht die Box außer Reichweite, sind Anpassungen etwas umständlicher.

Gut zu wissen: Schlechtes Wetter spricht nicht automatisch gegen Aktivlautsprecher. Für viele Modelle gibt es Regenhauben, die kurzzeitig vor Feuchtigkeit schützen.

Passivlautsprecher bieten diese Bequemlichkeiten nicht. Bei Frequenzweichen (Aufteilung in Bass/Mitten/Höhen auf separate Treiber) sind aktive Systeme oft im Vorteil. Außerdem erfordern passive Setups meist längere Kabelwege, da die Endstufe nicht im Gehäuse sitzt. Dennoch haben Passivboxen klare Pluspunkte:

Vorteile passiver PA-Lautsprecher:

  • Oft günstiger in der Anschaffung
  • Flexible Kombination mit Endstufen oder Power-Mixern
  • Lautsprecher und Verstärker bei Defekt separat tauschbar
  • Sehr freie Positionierung, da die Steuerung zentral an der Endstufe erfolgt

Achten Sie darauf, dass die Leistung der Endstufe über der der passiven Boxen liegt – empfohlen sind ca. +30 % Reserve.

Passiver PA-Lautsprecher von JBL
Passiver PA-Lautsprecher von JBL mit 15″-Woofer und 1″-Tweeter

2. Tops

PA-Tops decken (weitgehend) den kompletten Frequenzbereich ab und können solo (ohne Subwoofer) betrieben werden. Sie enthalten mehrere Treiber für unterschiedliche Bereiche (Bass, Mitten, Höhen) – also Mehrwegsysteme.

Typische Beispiele:

  • 2-Wege-Box: 1× Woofer + 1× Tweeter
  • 3-Wege-Box: 1× Woofer + 1× Mittelton + 1× Tweeter

Mehr Wege bedeuten tendenziell ausgewogeneren Klang – gute 2-Wege-Boxen liefern dennoch hervorragende Ergebnisse.

Tops sind sehr flexibel einsetzbar:

  • Als Sprachlautsprecher
  • Als Teil einer Party-PA
  • Als Beschallung für kleine bis mittelgroße Events
Electro Voice ELX112 als Monitor
Viele Tops – wie diese Electro Voice ELX112 – lassen sich auch als Monitor einsetzen.

Die Größe richtet sich nach Einsatzgebiet und restlichem System. Die Zollangabe bezieht sich auf den Membrandurchmesser des Woofers. Gängige Größen:

  • 8″
  • 10″
  • 12″
  • 15″

Je größer der Durchmesser, desto mehr Tiefbass kann die Box liefern. 12″ sind ein starker Kompromiss und harmonieren sehr gut mit Subwoofern. Für ein reduziertes Setup können zwei 15″-Tops auch ohne Sub gute Dienste leisten. Es hängt vom Material ab: Sprache braucht wenig Tiefbass, aber Klarheit – kleinere Boxen reichen oft. Für Musik sind häufig größere Boxen plus zusätzliche Subwoofer im Vorteil.

Hier entlang zu passiven und zu aktiven Lautsprechern.

Tipp: Es gibt komplette PA-Sets mit aufeinander abgestimmten Komponenten – z. B. zwei Tops mit Stativen oder Sets mit Tops und separatem Subwoofer. So bekommen Sie alles in einem Paket. Hier finden Sie aktive komplette PA-Sets und passive Komplett-Sets.

Komplettes PA-Set von Fame Audio mit Lautsprechern, Stativen, Kabeln und Endstufe
Komplettes PA-Set von Fame Audio: Lautsprecher, Stative, Kabel und Endstufe

3. Subwoofer

Für ein kräftiges Fundament lohnt es sich, Tops mit Subwoofern zu kombinieren. Die Frequenzweiche teilt das Signal auf und schickt es an Tops bzw. Subs.

Übliche Membran-Durchmesser:

  • 10″
  • 12″
  • 15″
  • 18″

Auch hier gilt: größerer Durchmesser = mehr Bass. Allerdings reagiert eine größere Membran langsamer – mehr Masse in Bewegung. Je nachdem, ob Sie mehr Druck in der Tiefe oder mehr Agilität wünschen, ist der größte Treiber nicht zwingend die beste Wahl.

Tipp: Viele Subwoofer besitzen oben ein Gewinde (M20) für Distanzstangen – so sitzt die Top direkt über dem Sub, strahlt näher auf Ohrenhöhe und klingt ausgewogener.

Weil tiefe Frequenzen deutlich mehr Energie benötigen, haben Subwoofer meist eine höhere Leistungsangabe als Tops. Große 18″-Modelle erreichen problemlos 1000 W und mehr.

Hier finden Sie passive und aktive Subwoofer.

4. Weitere PA-Lautsprecher

Neben der „klassischen“ Kombination aus separaten Tops und Subwoofern gibt es weitere Lautsprechertypen für die PA.

Säulensysteme

Diese Systeme kombinieren einen Subwoofer mit einem schlanken Säulen-Modul darüber (oft mit Distanzstück). Die großen Vorteile von Säulensystemen sind Kompaktheit und einfache Handhabung: Module zusammenstecken – fertig. Abbau und Transport gehen ebenso schnell.

Ein weiteres Plus ist die Abstrahlung: Viele kleine Treiber übereinander erzeugen einen line-array-ähnlichen Effekt (siehe unten). Zusammen mit der Bauhöhe ergibt das große Reichweite bei konstanter Lautstärke.

Monitore

Bühnenmonitore haben eine abgeschrägte Seite, damit sie liegend nach oben abstrahlen. Man sieht sie auf Bühnen, damit sich Musiker:innen gut hören. Es gibt aktive und passive Varianten.

Line Arrays

Bei Festivals oder großen Konzerten hängen oft „Lautsprecherketten“ seitlich der Bühne: das sind Line Arrays – Reihen leicht gekrümmter, geflogener Lautsprecher. Bauartbedingt liefern sie hohe Pegel, ideale Abdeckung und große Reichweite, damit möglichst viele Personen bestmöglich hören.

Line Array von dB Technologies
Line Array von dB Technologies

PA-Lautsprecher – Häufige Fragen (FAQ)

Was bedeutet „PA-Lautsprecher“?
PA steht für Public Address und bezeichnet Beschallungsanlagen, die Audio bei Events, auf Bühnen, in Konzerten oder für DJs verstärken.
Worin unterscheiden sich aktive und passive PA-Lautsprecher?
Aktiv: eingebaute Endstufe, Netzstrom pro Box. Passiv: Ansteuerung über externe Endstufe – erlaubt flexible Kombinationen aus Amps und Boxen.
Welche PA-Lautsprecher eignen sich für Einsteiger:innen?
Für kleine Partys, Proben oder intime Veranstaltungen sind kompakte Aktivsysteme ideal. Marken wie Yamaha, Fame, LD Systems und Behringer bieten solide Einstiegsmodelle.
Welche Lautsprecher brauche ich für einen Live-Gig?
Für größere Auftritte empfiehlt sich eine Kombi aus Full-Range-Tops und Subwoofern. So bleiben Sprache gut verständlich und der Tiefton druckvoll.
Brauche ich zwingend Subwoofer?
Sinnvoll, wenn viel Tiefbass im Programm steckt – z. B. elektronische Musik, Hip-Hop oder Rock. Für reine Sprachbeschallung sind Subs nicht zwingend nötig.
Wie schließe ich PA-Lautsprecher korrekt an?
Aktiv: Audio vom Mixer via XLR oder TRS-Klinke + Netzstrom je Box. Passiv: Lautsprecherkabel (z. B. Speakon) von der Endstufe zu den Boxen. Immer Impedanzen passend wählen und Leistungsreserve einplanen.
Was ist besser: XLR oder Klinke?
XLR ist symmetrisch und unempfindlicher gegen Störungen – besonders bei langen Leitungen, der Profi-Standard. Klinke (TRS/TS) ist in kleineren/älteren Setups verbreitet.
Kann ich PA-Lautsprecher an Laptop oder Smartphone anschließen?
Ja – in der Regel über eine Audio-Interface oder ein Mischpult. Manche moderne Aktivlautsprecher bieten Bluetooth für direkte Wiedergabe.
Wie transportiere ich PA-Lautsprecher sicher?
Schutzhüllen oder Flightcases schützen vor Stößen und Feuchtigkeit. Rollbretter/Cases erleichtern den Transport erheblich.
Typische Fehler beim Kauf von PA-Lautsprechern?
Zu wenig Leistungsreserve, Raumakustik unterschätzen, benötigte Flächenabdeckung falsch kalkulieren oder zu voluminöse Modelle wählen, die Logistik und Aufbau erschweren.

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